Bereits am Wochenende hat eine Task-Force der Stadtverwaltung Niederkassel ihre Arbeit aufgenommen, um die Auswirkungen der kurzfristigen Vollsperrung der Bonner Nordbrücke abzumildern. Ziel ist es, die Verkehrssituation in Niederkassel bestmöglich zu organisieren und kurzfristig wirksame Maßnahmen umzusetzen. Erste Schritte wurden bereits eingeleitet.
Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Fähren. “Wir haben zwei Fährrouten in Niederkassel – Mondorf/Bonn und Lülsdorf/Wesseling. Wir wollen den Fährverkehr so weit es geht ausbauen”, so Bürgermeister Matthias Großgarten. “Die LUX-Werft fährt zu Stoßzeiten bereits mit zwei Fähren, dafür danken wir ihnen und unterstützen sie so gut es geht”.
Laut Verwaltung gehe es darum, die Pendler in der Region möglichst gut zu entlasten. Dabei werde der Einsatz weiterer Fähren sowie eine mögliche Ausweitung der Fahrtzeiten der Personenfähre geprüft. Gemeinsam überlegen die Bürgermeister von Niederkassel und Bornheim auch über eine Nutzung der NATO-Rampen als Fähranleger. Der Vorschlag wird derzeit verwaltungsintern auf Machbarkeit geprüft. Es dürfe keine Denkverbote geben.
Wer mit dem Leihfahrrad unterwegs ist, kann dieses sogar mit auf die Fähre nehmen und linksrheinisch weiter in Richtung Bonn radeln.
Rund um die Fähranleger gilt es nun den Verkehr bestmöglich zu organisieren. Um einen möglichst reibungslosen Verkehrsfluss zu schaffen, wird die Stadt einige Parkplatz auf der Provinzialstraße sperren, in Einzelfällen auch auf Stoßzeiten begrenzt. „Wir dürfen uns keine Illusionen machen, die Fähren haben begrenzte Kapazitäten und die großen Staus lassen sich dadurch nicht vermeiden. Als Stadt Niederkassel tun wir derzeit alles, was in unserer Macht steht, um die Folgen für alle Betroffenen möglichst gut abzufedern“, betont Bürgermeister Matthias Großgarten. “Einen Ersatz für die Nordbrücke werden wir in Niederkassel allerdings nicht schaffen können. Der Bund ist jetzt gefragt alles zu tun, schnellstmöglich eine Entlastung herbeizuführen”.
Die Niederkasseler Stadtverwaltung wird in den kommenden Tagen über die aktuellen Entwicklungen und weitere Maßnahmen informieren und zeigt sich gegenüber Hinweisen und Vorschläge offen. Dabei steht sie in engem Austausch mit den Verantwortlichen in Bund, Land, dem Rhein-Sieg-Kreis und den Verkehrsgesellschaften.