Geschichte
Eine kurze Geschichte Niederkassels
Die Lage der Stadt Niederkassel
von Josef Schnabel
Nachdem der Rhein sein Gebirgstal verlassen hat, tritt sein Lauf in die niederrheinische Tiefebene in die Köln - Bonner Bucht ein. Die Ausläufer des Westerwaldes - das Siebengebirge und der Ennert - finden ihre natürliche Begrenzung im Flußlauf der Sieg und deren Mündungsbereich am Rhein. Im Süden beginnt das Gebiet der Stadt Niederkassel im Bereich des alten Mündungsarmes der Sieg. Die Stadt Niederkassel besteht aus den Ortschaften Lülsdorf, Mondorf, Niederkassel, Ranzel und Weilerhof, Rheidt, Uckendorf und Stockem. Die Stadt Niederkassel ist die nördlichste Stadt des Rhein-Sieg Kreises. Auch der niedrigste Punkt des Kreises liegt im Stadtgebiet, und zwar am Rheinufer bei Lülsdorf: 43 m über NN.
Die Stadt Niederkassel erstreckt sich fast 12 km am Rheinufer entlang. Gegen das alljährliche Hochwasser des Rheines sind die Ortschaften durch Dämme und Schutzmauern geschützt. Die Rheinstromverlagerungen haben im Laufe der Jahrhunderte die diluviale Rheinuferaufschüttung gebildet und so die Niederterassenfläche für die frühen Siedler bewohnbar gemacht. Die Ackerflächen bestehen meist aus lehmigen und sandigen Böden, die sehr fruchtbar sind. Das Klima ist günstig, da sich der Siebengebirgsrücken mildernd auswirkt.
Die Geschichte der Stadt Niederkassel
Durch die erdgeschichtlichen Gegebenheiten und die wenigen Alluvialrinnen des Rheines gab es hier schon früh eine sumpffreie Ebene, die Menschen um 1000 v. Chr. bewogen haben mögen z.B. im Bereich von Niederkassel vorübergehend zu siedeln.
Aufgrund des recht unruhigen Rheinstroms, der durch Überschwemmungen weite Teile des Siedlungslandes überdeckte, gaben die frühen Siedler (Bronzezeit 2000-800 v. Chr.) ihre Plätze bald auf. In der Eisenzeit haben sich offensichtlich diese Verhältnisse geändert, denn die Besiedlung ist durch einige Funde aus Lülsdorf, Niederkassel und Mondorf belegbar. Die Römer stießen im letzten vorchristlichen Jahrhundert zum Rhein vor und befestigten das linke Rheinufer mit Kastellen und nur an den Brückenköpfen auch das rechte Ufer (Köln-Deutz und Mainz-Kastell). Das Bonner Auxiliarkastell im Bereich des Bonner Marktplatzes stammt aus der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts v. Chr. Geburt. Etwa 60 Jahre danach entstand gegenüber dem Mündungsdelta der Sieg ein Legionslager - das Castellum Bonna - mit einer Quadratseitenlänge von 500 m. Zur römischen Kaiserzeit (Christi Geburt bis 400 nach Chr.) wird der Siedlungsraum um Niederkassel und Umland bis auf wenige Ausnahmen aufgegeben.
Im 5. Jahrhundert zerbrach die Herrschaft der Römer und die fränkische Landnahme setzte ein. Eine regelrechte Besiedlung begann erst im 6. Jahrhundert durch die Franken und die merowingischen Herrscher am Rhein. Diese beginnende Dauerbesiedlung führte dann später zur Gründung der heutigen Ortschaften. Aus dem Jahre 722 stammt die älteste Erwähnung, die sich auf "Cassele" bezieht. Die Orte Mondorf werden 795 und Rheidet 832 erwähnt.
Nach mehrmaligem Besitzerwechsel entsteht 1446 das neugegründete Amt Lülsdorf mit den Kirchenspielen Lülsdorf, Volberg, Mondorf und Bergheim.
Rheidt und Niederkassel wurden u.a. mit Sieglar als Amt Löwenburg zusammengefaßt. Die Vogtei Lülsdorf, die später durch Wilhelm IV. von Berg Amt in Herzogtum Berg wurde, war mmer Verwaltungssitz und zwar auf der Burg Lülsdorf.
Die Ende des 18. Jahrhunderts einsetzende französische Herrschaft brachte starke Veränderungen der Verwaltung und der Lebensumstände mit sich. Die Besitzungen der Kirche und die Staatsdomänen wurden vielfach für geringes Geld verschleudert. Auch wurde die gleiche Teilung des elterlichen Gutes unter den Kindern durchgesetzt. Durch den Wiener Kongreß wurde am 10. Februar 1815 beschlossen, daß das Rheinland zu Preußen kam. 1824 entstand die Rheinprovinz und die Regierungsbezirke teilte man in Kreise auf.
Am 17. Februar 1825 entstand der alte "Siegkreis". Die Einteilung der Gemeinden wurde beibehalten. Mehrere Gemeinden bildeten eine Bürgermeisterei. Die Bürgermeisterei Niederkassel hatte zunächst ihren Sitz in Uckendorf, dann aber ständig in Niederkassel. Durch die verschiedenen Reformen kam es zur Amtsverwaltung Niederkassel mit einem Amtsdirektor und schließlich nach der kommunalen Neuordnung von 1969 zur Gemeindeverwaltung Niederkassel mit einem Gemeindedirektor. 1981 wurde die Gemeinde Niederkassel zur Stadt ernannt.
Weitere Informationen zu der Geschichte von Niederkassel können sie in unserem Stadtarchiv nachlesen
Die Lage der Stadt Niederkassel
von Josef Schnabel
Nachdem der Rhein sein Gebirgstal verlassen hat, tritt sein Lauf in die niederrheinische Tiefebene in die Köln - Bonner Bucht ein. Die Ausläufer des Westerwaldes - das Siebengebirge und der Ennert - finden ihre natürliche Begrenzung im Flußlauf der Sieg und deren Mündungsbereich am Rhein. Im Süden beginnt das Gebiet der Stadt Niederkassel im Bereich des alten Mündungsarmes der Sieg. Die Stadt Niederkassel besteht aus den Ortschaften Lülsdorf, Mondorf, Niederkassel, Ranzel und Weilerhof, Rheidt, Uckendorf und Stockem. Die Stadt Niederkassel ist die nördlichste Stadt des Rhein-Sieg Kreises. Auch der niedrigste Punkt des Kreises liegt im Stadtgebiet, und zwar am Rheinufer bei Lülsdorf: 43 m über NN.
Die Stadt Niederkassel erstreckt sich fast 12 km am Rheinufer entlang. Gegen das alljährliche Hochwasser des Rheines sind die Ortschaften durch Dämme und Schutzmauern geschützt. Die Rheinstromverlagerungen haben im Laufe der Jahrhunderte die diluviale Rheinuferaufschüttung gebildet und so die Niederterassenfläche für die frühen Siedler bewohnbar gemacht. Die Ackerflächen bestehen meist aus lehmigen und sandigen Böden, die sehr fruchtbar sind. Das Klima ist günstig, da sich der Siebengebirgsrücken mildernd auswirkt.
Die Geschichte der Stadt Niederkassel
Durch die erdgeschichtlichen Gegebenheiten und die wenigen Alluvialrinnen des Rheines gab es hier schon früh eine sumpffreie Ebene, die Menschen um 1000 v. Chr. bewogen haben mögen z.B. im Bereich von Niederkassel vorübergehend zu siedeln.
Aufgrund des recht unruhigen Rheinstroms, der durch Überschwemmungen weite Teile des Siedlungslandes überdeckte, gaben die frühen Siedler (Bronzezeit 2000-800 v. Chr.) ihre Plätze bald auf. In der Eisenzeit haben sich offensichtlich diese Verhältnisse geändert, denn die Besiedlung ist durch einige Funde aus Lülsdorf, Niederkassel und Mondorf belegbar. Die Römer stießen im letzten vorchristlichen Jahrhundert zum Rhein vor und befestigten das linke Rheinufer mit Kastellen und nur an den Brückenköpfen auch das rechte Ufer (Köln-Deutz und Mainz-Kastell). Das Bonner Auxiliarkastell im Bereich des Bonner Marktplatzes stammt aus der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts v. Chr. Geburt. Etwa 60 Jahre danach entstand gegenüber dem Mündungsdelta der Sieg ein Legionslager - das Castellum Bonna - mit einer Quadratseitenlänge von 500 m. Zur römischen Kaiserzeit (Christi Geburt bis 400 nach Chr.) wird der Siedlungsraum um Niederkassel und Umland bis auf wenige Ausnahmen aufgegeben.
Im 5. Jahrhundert zerbrach die Herrschaft der Römer und die fränkische Landnahme setzte ein. Eine regelrechte Besiedlung begann erst im 6. Jahrhundert durch die Franken und die merowingischen Herrscher am Rhein. Diese beginnende Dauerbesiedlung führte dann später zur Gründung der heutigen Ortschaften. Aus dem Jahre 722 stammt die älteste Erwähnung, die sich auf "Cassele" bezieht. Die Orte Mondorf werden 795 und Rheidet 832 erwähnt.
Nach mehrmaligem Besitzerwechsel entsteht 1446 das neugegründete Amt Lülsdorf mit den Kirchenspielen Lülsdorf, Volberg, Mondorf und Bergheim.
Rheidt und Niederkassel wurden u.a. mit Sieglar als Amt Löwenburg zusammengefaßt. Die Vogtei Lülsdorf, die später durch Wilhelm IV. von Berg Amt in Herzogtum Berg wurde, war mmer Verwaltungssitz und zwar auf der Burg Lülsdorf.
Die Ende des 18. Jahrhunderts einsetzende französische Herrschaft brachte starke Veränderungen der Verwaltung und der Lebensumstände mit sich. Die Besitzungen der Kirche und die Staatsdomänen wurden vielfach für geringes Geld verschleudert. Auch wurde die gleiche Teilung des elterlichen Gutes unter den Kindern durchgesetzt. Durch den Wiener Kongreß wurde am 10. Februar 1815 beschlossen, daß das Rheinland zu Preußen kam. 1824 entstand die Rheinprovinz und die Regierungsbezirke teilte man in Kreise auf.
Am 17. Februar 1825 entstand der alte "Siegkreis". Die Einteilung der Gemeinden wurde beibehalten. Mehrere Gemeinden bildeten eine Bürgermeisterei. Die Bürgermeisterei Niederkassel hatte zunächst ihren Sitz in Uckendorf, dann aber ständig in Niederkassel. Durch die verschiedenen Reformen kam es zur Amtsverwaltung Niederkassel mit einem Amtsdirektor und schließlich nach der kommunalen Neuordnung von 1969 zur Gemeindeverwaltung Niederkassel mit einem Gemeindedirektor. 1981 wurde die Gemeinde Niederkassel zur Stadt ernannt.
Weitere Informationen zu der Geschichte von Niederkassel können sie in unserem Stadtarchiv nachlesen









